ROSS ROY

 

Jacob de Haan komponierte dieses Konzertwerk im Auftrag der „St. Peters Wind Symphony“ aus Brisbane (Australien). „Ross Roy“ ist der Name einer monumentalen Villa aus dem späten 19. Jahrhundert, wo das „St. Peters Lutheran College“ 1945 gegründet wurde. Die Villa ist immer das Symbol für diese Schule geblieben. De Haan betrachtet das Monument „Ross Roy“ in dieser Komposition als eine Metapher für die Jahre, die man in der Schule verbringt und wo die Persönlichkeit eines Menschen maßgeblich gebildet wird. Daher hat das Eröffnungsthema, das er „Ross Roy-Thema“ genannt hat, anfangs einen „monumentalen“ Charakter. Charakteristisch ist die fortschreitende rhythmische Bewegung im Bassregister und im Schlagwerk, mit er das folgende „Tempo di Marcia“ anfängt. Diese mit Tonwiederholungen einhergehende Bewegung ist eine Metapher für die Struktur und Disziplin der Schule. Es bildet die Einführung in ein marschmäßiges Thema, Symbol für das Duschlaufen der Schulzeit bis zur Abschlussprüfung. Danach kehrt die Ross Roy-Melodie wieder, diesmal in einer scherzhaften, humorvollen Fassung. In der Schule soll es nämlich auch Raum für ein Lächeln geben, mit anderen Worten: für „the bright side of life“. Dann hören wir dasselbe Thema in Dur und in einem langsamen Tempo, wobei Stolz und Selbstvertrauen zum Ausdruck kommen. Dies bildet zugleich die Einführung zu einem expressiven Zwischenteil, der Liebe, Freundschaft und Verständnis ausdrückt. Darauf kehren wir zum marschartigen Teil zurück, aber jetzt in einer etwas anderen Konzeption. Die orientalischen Töne, die den Übergang zum Schlussthema bilden, sind symbolisch für die Vielfalt der Kulturen in der Schule. Das charakteristische Schlussthema klingt anfangs getragen, aber in eine festliche Apotheose, deren Schlusstakte nicht zufällig an das Ende einer klassischen Ouvertüre erinnern. Denn die Schuljahre kann man als die Ouvertüre zum Rest des Lebens betrachten und man wird sich immer an sie als ein Monument erinnern. Die Uraufführung von „Ross Roy“ wurde von Jacob de Haan am 22. August 1997 in Brisbane dirigiert.

 

 

Das Arrangement dieses TONiKATs versucht, die Vielfalt des Blasorchesterklangs in ein großes Flötenorchester zu transportieren. Durch gezielt eingesetzte Orchestrierungstechniken lässt sich so die Größe und Macht dieses Werks eindrucksvoll wiedergeben. Eine (optionale) Stimme für Kontrabassflöte und der (optionale) Einsatz eines Bassmarimbaphons lassen in der Tiefe keine Wünsche offen, während solistisch besetzte Piccolo- und Flötenstimmen ein hervorragendes Gegengewicht dazu darstellen. Die eingängigen Themen eignen sich ideal für eine monumentale Eröffnung eines Konzerts oder als Wertungsstück. Wir erwarten eine BDMV-Einstufung in die Kategorie 4...

 

Jacob de Haan

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